Monatsarchiv: Juni 2012

Tauschhandel im Pazifik und ethnologische Sammlungen

Die ethnologischen Sammlungen aus Polynesien waren im 18. Jahrhundert durch knallharte Tauschgeschäfte mit den indigenen Inselbewohnern zusammengetragen worden.

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Wenn James Cook und seine Wissenschaftler oder die anderen Forschungsreisenden des 18. und 19. Jahrhunderts mit ihren leicht bewaffneten Forschungsschiffen in die pazifische Inselwelt eindrangen, dann waren sie dort nicht die überlegenen Europäer, die auf primitive Wilde stießen, die man mit Glasperlen oder Spiegeln zufriedenstellen und mit donnernden Kanonen beeindrucken konnte. Ohne die Bereitschaft der Bewohner des pazifischen Raumes, die europäischen Besucher zu unterstützen, hätte es in jener Zeit wohl keine Erforschung der Südsee und auch keine ethnologischen Sammlungen gegeben. Weiterlesen

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Mächte der Südsee

Kamehameha I. war ein Nachfahre eines der Könige der damals so genannten Sandwichinseln, den James Cook 1779 für vermeintliche Diebstähle der Eingeborenen als Geisel nehmen wollte. Cook bezahlte seine Aktion, die letztendlich auf einem gravierenden kulturellen Missverständnis beruht haben dürfte, am 14. Februar 1779 mit seinem Leben. Kaum 30 Jahre später war Hawaii unter Kamehameha I. Anlaufstelle internationaler Händler. 1812 schließlich erklärte der erste König der pazifischen Inselgruppe den lukrativen Sandelholzhandel zum königlichen Monopol.

Über König Kamehameha I. und den Aufbruch in die moderne Welt lesen sie in Spotlights der Geschichte.

 

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Nordwestpassage, die Suche beginnt

Als der englische Seefahrer Thomas Button im Mai 1612 mit den Schiffen Resolution und Discovery nach Amerika aufbrach, da hatte er mehrere Aufträge seines Königs James I. im Gepäck. Er sollte zum einen die Hudson Bay erforschen und die Besitzansprüche der Krone am umliegenden Land bestätigen, dabei möglichst die Nordwestpassage – also den nördlichen Seeweg nach Asien – finden und so nebenbei noch seinen 1610 verschollenen Kollegen Henry Hudson aufspüren. Button war nicht der letzte, der vor allem in der Hudson Bay nach der Nordwestpassage suchte und dabei seine Spuren in den arktischen Gewässern Kanadas hinterließ. Mehr zum Thema lesen sie in Hudson Bay und Nordwestpassage, abenteuerliche Geschichten um Ruhm uns Profit aus der Reihe Spotlights der Geschichte

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Ethnologische Sammlungen

800px-Endeavour,_Thomas_Luny_1768In der 2009/2010 in Bonn gezeigten Ausstellung „James Cook und die Entdeckung der Südsee“ stellten die Artefakte der Göttinger Cook/Foster- Sammlung einen wesentlichen Teil der Präsentation dar. In Göttingen selbst allerdings fristen einige Artefakte der immerhin mehr als 500 Stücke umfassenden Sammlung von Weltrang ein eher bescheidenes öffentliches Dasein als Teil der nur Sonntags für zwei Stunden für das Publikum geöffneten Lehrsammlung des ethnologischen Instituts der Universität Göttingen. Der Rest schlummert im Archiv der Einrichtung. Wie diese Sammlung entstanden ist, lesen sie im Artikel Cook/Forster – die Sammlung in Göttingen im History Magazin

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Neuerscheinung Ende 2012

Das Zeitalter der Entdeckungen: Namen wie Cabot, Drake oder Hudson fallen einem da ein. Und natürlich die großen Forschungsreisenden des 18. und 19. Jahrhunderts wie Alexander von Humboldt, James Cook, Charles Darwin oder Matthew Flinders. Was aber steckte hinter dem scheinbar plötzlichen Aufbruch zu fernen Ufern und was waren das für Menschen, die uns heute vor allem als Abenteurer und Entdecker begegnen? „Forscher, Katzen und Kanonen“ beschäftigt sich mit den Hintergründen dieses europäischen Aufbruchs, vor allem aber mit dem Leben und der Arbeit der Besatzungen, deren fester Bestandteil oftmals auch die Schiffskatzen waren. Das Buch beschreibt das Leben der Offiziere, Wissenschaftler und Künstler an Bord, allen voran Matthew Flinders mit seinem berühmten Schiffskater Trim. „Forscher, Katzen und Kanonen“ nimmt die Leser mit auf die Expeditionen des 18. und 19. Jahrhunderts.

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