Entdeckungen

21. Dezember 1801 Flinders erkundet den King George Sound

768px-KGSAls Flinders im Dezember 1801 für rund einen Monat im Princess Royal Harbour des King George Sound vor Anker ging, da war keine Rede von Weltuntergang. Und so verlief auch damals der 21. Dezember verhältnismäßig routinemäßig. Zugegeben, das Wetter an der Südküste Westaustraliens war nicht berauschend. Leichter Wind und Wolken herrschen an diesem Tag vor. Und so konnten – wie bereits in den Wochen zuvor – Reparaturarbeiten am Schiff vorgenommen werden. Weiterlesen

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Die Mumien Ozeaniens

AhneguiMumien erwartet man vor allem im alten Ägypten. Tatsächlich ist die Konservierung oder Teilkonservierung Verstorbener aber weltweit verbreitet. Neben den ägyptischen Mumien dürften wohl die ozeanischen Schrumpfköpfe am Bekanntesten sein.

Immerhin werden diese nicht nur gerne in den Völkerkundemuseen dieser Welt ausgestellt, sondern haben oft auch eine enge Beziehung zum Kannibalismus. Noch bis ins 19. Jahrhundert aßen beispielsweise die Maori auf Neuseeland Teile ihrer ermordeten Gegner, um deren Kraft aufzunehmen. Und auch das Köpfe sammeln und zur Schau stellen war fester Beststandteil der Maori-Kultur. Vor allem die Ahnenverehrung führte in Ozeanien von Neuseeland, Mikro- und Melanesien bis nach Polynesien zu den verschiedensten Formen der Konservierung Verstorbener. Weiterlesen

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Das Tongiaki, das Reiseboot der Polynesier

Über viele Jahrhunderte hinweg segelten die Polynesier mit 10 – 20 Meter langen Doppelrumpfbooten, die aber im Einzelfall auch bis zu 30 oder 40 Meter Länge erreichen konnten, im Pazifik umher. Immerhin umfasste der „Siedlungsraum“ der besten Seefahrer der Geschichte rund 50 Millionen Quadratkilometer und die Strecken, die bei den Fahrten zurückgelegt wurden erreichten bis zu 2000 Kilometer. Weiterlesen

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James Cook und die Entdeckung der Südsee

[. . . ]Die Forschungsreisen des James Cook und seiner wissenschaftlichen Begleiter haben . . . nicht nur die Lebensweisen der Menschen im pazifischen Raum radikal verändert. Der dort folgenden Missionierung, Kolonisierung, Entmündigung und kulturellen Entfremdung als Konsequenz für die indigene Bevölkerung stand die Veränderung des abendländischen Weltbildes im Zeichen aufklärerischer Fortschrittsgläubigkeit, mithin der Aufbruch in die europäische Moderne gegenüber.

Cooks Reisen als Initialzündung der wissenschaftlichen Welteroberung

[ . . . ] Die wissenschaftliche Bedeutung und die das europäische Weltbild grundlegend verändernden Ergebnisse der Reisen drückten sich vor allem in den ersten systematischen und verlässlichen Kartenwerken, den frühesten umfassenden Studien zum geologischen Aufbau der pazifischen Inseln und zu ihrer Flora und Fauna aus. Und nicht zuletzt war es auch die intensive schriftlich und bildlich genauestens dokumentierte Begegnung mit den Menschen, den Kulturen „am anderen Ende der Welt“, die letztendlich auch die Grundlage für Darwins Reisen, Entdeckungen und Erkenntnisse gelegt hatte.

Im Auftrag der Wissenschaft

[ . . . ] James Cook . . . war nicht einfach auf gut Glück in die Weiten des Pazifik gesegelt, er hat für jede seiner Reisen konkrete Aufträge von der Royal Society, der weltweit führenden naturforschenden Gesellschaft jener Zeit, erhalten. So führte die erste Reise 1768 – 1771 zunächst nach Tahiti, um dort eines von weltweit 76 geplanten Observatorien zur Beobachtung des sogenannten Transits der Venus zu errichten. Neuseeland und Teile Australiens wurden kartographiert und die mitreisenden Botaniker Sir Joseph Banks und Daniel Solander konnten neben herausragenden wissenschaftlichen Entdeckungen das erste von Europäern gesichtete Känguru beobachten, das ebenso wie die anderen Entdeckungen vom Maler Sydney Parkinson dokumentiert wurde.

Der Anfang der Welten der „edlen Wilden“

[ . . . ] James Cook und seinem internationales Forscherteam war durchaus bewusst, welche Folgen das Auftauchen der Europäer im pazifischen Raum nach sich ziehen könnte. Und als ein Beleg für die Ernsthaftigkeit, die die Forscher bei der Auseinandersetzung mit den entdeckten Kulturen vor allem im Gegensatz zu den folgenden europäischen Kolonialkräften an den Tag legten, mag jene Formulierung Georg Forsters gelten: „Es ist Unglücks genug, dass alle unsre Entdeckungen so viel unschuldigen Menschen haben das Leben kosten müssen. So hart das für die kleinen ungesitteten Völkerschaften seyn mag, welche von den Europäern aufgesucht worden sind, so ists doch wahrlich nur eine Kleinigkeit im Vergleich mit dem unersetzlichen Schaden, den ihnen diese durch den Umsturz ihrer sittlichen Grundsätze zugefügt haben.“

Die Textauszüge stammen aus dem Aufsatz James Cook und die Entdeckung der Südsee in Kulturgeschichtliche Aspekte zur Schifffahrt des 16. bis 19. Jahrhunderts

Abbildung: der einheimische Führer und Dolmetscher Bungaree aus der Gegend um Sydney fuhr mit Matthew Flinders auf dessen Entdeckungsreisen um Australien. Nach Flinders begleitete Bongaree (oder Bungaree) noch weitere Expeditionen und wurde schließlich zum schwarzen Original von Sydney.

Mehr zu Flinders Reisen in Forscher, Katzen und Kanonen

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Tauschhandel im Pazifik und ethnologische Sammlungen

Die ethnologischen Sammlungen aus Polynesien waren im 18. Jahrhundert durch knallharte Tauschgeschäfte mit den indigenen Inselbewohnern zusammengetragen worden.

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Wenn James Cook und seine Wissenschaftler oder die anderen Forschungsreisenden des 18. und 19. Jahrhunderts mit ihren leicht bewaffneten Forschungsschiffen in die pazifische Inselwelt eindrangen, dann waren sie dort nicht die überlegenen Europäer, die auf primitive Wilde stießen, die man mit Glasperlen oder Spiegeln zufriedenstellen und mit donnernden Kanonen beeindrucken konnte. Ohne die Bereitschaft der Bewohner des pazifischen Raumes, die europäischen Besucher zu unterstützen, hätte es in jener Zeit wohl keine Erforschung der Südsee und auch keine ethnologischen Sammlungen gegeben. Weiterlesen

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Nordwestpassage, die Suche beginnt

Als der englische Seefahrer Thomas Button im Mai 1612 mit den Schiffen Resolution und Discovery nach Amerika aufbrach, da hatte er mehrere Aufträge seines Königs James I. im Gepäck. Er sollte zum einen die Hudson Bay erforschen und die Besitzansprüche der Krone am umliegenden Land bestätigen, dabei möglichst die Nordwestpassage – also den nördlichen Seeweg nach Asien – finden und so nebenbei noch seinen 1610 verschollenen Kollegen Henry Hudson aufspüren. Button war nicht der letzte, der vor allem in der Hudson Bay nach der Nordwestpassage suchte und dabei seine Spuren in den arktischen Gewässern Kanadas hinterließ. Mehr zum Thema lesen sie in Hudson Bay und Nordwestpassage, abenteuerliche Geschichten um Ruhm uns Profit aus der Reihe Spotlights der Geschichte

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