Die Schwarzbärflotte, Das Buch

In meinem Buch Forscher, Katzen und Kanonen (Erscheint Ende 2012) spielt der Schiffskater Trim des Matthew Flinders aus gutem Grunde eine wichtige Rolle. Trim war dem Umrunder Australiens seit dessen Zeit als Offiziersanwärter ein ständiger und vertrauter Begleiter. Und was ganz ungewöhnlich für einen Kapitän der Royal Navy ist, er hat seinem Gefährten eine liebevolle und humorige Biografie gewidmet. So viel Ehre wurde sicherlich nur wenigen Schiffskatzen zuteil, andererseits finden sich unter den samtpfotigen Seeleuten sogar offizielle Ordensträger. Vor allem im ersten und zweiten Weltkrieg machten die vierpfotigen able seamen (Vollmatrosen) der Navy von sich reden.
Aber schon seit dem 3. Jahrtausend vor unserer Zeit ist der Einsatz von Schiffskatzen überliefert. Und an Bord der Kauffahrer und Kriegsschiffe der europäischen Seefahrernationen verbreiteten sich die domestizierten Samtpfoten am Ende über die ganze Welt. Auch in der Antike war die Schiffskatze ein fester Mannschaftsbestandteil und sie blieb es über die Jahrtausende bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Die schmale Planke, die das Schiff im Hafen mit dem Land verbindet, heißt noch heute Katzensteg. Dabei war es nicht nur Aufgabe der Schiffkatze, den Proviant oder gegebenenfalls die Landung vor den Vernichtungsfeldzügen der Mäuse und Ratten zu schützen. Durch das Eindämmen der Nagerpopulation trug sie auch zur Vermeidung von gefährlichen Infektionskrankheiten bei.
Auf den Dhauen der Araber im indischen Ozean, auf den Karavellen und Galeonen der europäischen Entdecker, auf den Kriegsschiffen des 18. bis 20 Jahrhunderts oder auf den schnellen Klipperschiffen, die im 19. und 20. Jahrhundert das stürmische Kap Horn umsegelten, gehörten immer Schiffskatzen zur Mannschaft.

Ein Schiff ohne Katze galt als vom Unglück verfolgt. Und ging eine Schiffskatze versehentlich über Bord, so glaubte man, dass das Schiff dem Untergang geweiht sei. Über das persönliche Verhältnis der Mannschaft zu ihren Schiffskatzen weiß man bis zur Neuzeit nur wenig. Erst seit den Entdeckungsfahrten der Naturforscher werden einzelne Schiffskatzen auch namentlich genannt. Bewusst habe ich in Die Schwarzbärflotte die verhältnismäßig weit verbreiteten Geschichten der eindrucksvollen Katzenhelden wie Trim, Oskar oder Simon weggelassen. Die treffen Sie, lieber Leser, in anderen meiner Publikationen – wie dem oben genannten Buch Forscher, Katzen und Kanonen aus dem Berliner Vergangenheitsverlag – an.

Die Schwarzbärflotte widmet sich vor allem den wahren Geschichten der meist namenlosen Schiffskatzen, denen das Gedicht dem unbekannten Schiffskater gewidmet ist. Am Ende schließlich gibt es als Leseprobe noch einen Auszug aus dem ersten Teil der Rotbartsaga, einem historischen Katzenroman aus meiner Feder, die das Leben des fiktiven legendären Schiffskaters Rotbart im Dienste der holländischen Handelskompanien des 17. Jahrhunderts beschreibt.

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Der Autor erzählt wundersame Geschichten: Es geht um Katzen, die Lotsen das Leben retteten, nach einem Schiffbruch den Dienst quittierten oder von Forschern entdeckte Fischraritäten zum Abendbrot verspeisten. Der Band liest sich amüsant, und er informiert zugleich auf angenehme Weise. Ein Muss für jeden Katzenfreund! Amélie von Arnsberg

Das ist wieder ein typisches Schwerdt-Buch, bei dem man garaantiert Dinge erfährt, von denen man vorher noch nie etwas gehört bzw. gelesen hat. Doro

In allen seinen Werken versteht es der Autor Wolfgang Schwerdt sein Wissen, die Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen in einer beeindruckenden Form der Unterhaltung wiederzugeben. Nurel

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