Katzen an Bord

über Trim und seine Kollegen

Diese 2006 errichtete Trim-Skulptur steht in Flinders Geburtsort Donington, Lincolnshire, Großbritannien. Foto: Rodney Burton (CC 2.0)

Diese 2006 errichtete Trim-Skulptur steht in Flinders Geburtsort Donington, Lincolnshire, Großbritannien. Foto: Rodney Burton (CC 2.0)

im Buch Forscher, Katzen und Kanonen spielt der Schiffskater Trim des Kapitän Flinders aus gutem Grunde eine wichtige Rolle. Trim war dem Umrunder Australiens seit seiner Zeit als Offiziersanwärter ein ständiger und vertrauter Begleiter. Und was ganz ungewöhnlich für einen Kapitän der Royal Navy ist, er hat seinem Gefährten eine liebevolle und humorige Biografie gewidmet.

So viel Ehre wurde sicherlich nur wenigen Schiffskatzen zuteil, andererseits finden sich unter den samtpfotigen Seeleuten sogar offizielle Ordensträger. Vor allem im ersten und zweiten Weltkrieg machten die vierpfotigen able seamen der Navy von sich reden.

Aber schon seit dem 3. Jahrtausend vor unsrere Zeit ist der Einsatz von Schiffskatzen überliefert. Und an Bord der Kauffahrer und Kriegsschiffe verbreiteten sich die domestizierten Samtpfoten am Ende über die ganze Welt. Auch in der Antike war die Schiffskatze ein fester Mannschaftsbestandteil und sie blieb es über die Jahrtausende bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Die schmale Planke, die das Schiff im Hafen mit dem Land verbindet, heisst noch heute Katzensteg.

Lesen sie hier den Artikel über die Geschichte der seefahrenden Katzen im History Magazin.

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Lady Nelson, ein australischer Kolonialschoner

Der umgebaute Kolonialschoner „Lady Nelson“ aus Sydney war auf Befehl der britischen Admiralität dem Kommando Matthew Flinders zur Erkundung der australischen Küste unterstellt worden.

Mit ihren etwa 75 Tonnen Wasserversdrängung hatte das rund 17 Meter lange und gut 5 Meter breite Schiff einen Tiefgang von kaum zwei Metern. Eigentlich ideal für flache Gewässer, wäre die Landy Nelson dadurch nicht gleichzeitig so windempfindlich gewesen und schnell abgedriftet. Gerade für solche Fälle waren dem kleinen Schiff aber drei Senkkiele eingebaut worden, die den Kurs des Schiffes bei ausreichender Wassertiefe stabil halten sollten. Wurden die Gewässer flacher, konnten die drei zwischen einem und zwei Meter langen Kiele, die in der Mitte des Schiffes hintereinander in Senkkästen angeordnet waren, hochgezogen werden. [Am Modell lassen sich die Schlitze der Kästen in der Decksmitte zum Einstecken der Senkkiele gut erkennen.] Das war eine ganz moderne Einrichtung in jener Zeit. John Schanck, ein technisch begabter Navy-Leutnant hatte diese Idee erst im Jahre 1783 der Admiralität vorgetragen. Die war überzeugt und bereits wenige Jahre später waren Schancks Senkkiele auch in größerern Schiffen der Navy zu finden. Und auch, wenn die Landy Nelson den Anforderungen Flinders nicht gerecht werden konnte, hatte auch sie ihren historisch wichtigen Teil zur Erkundung der australischen Küste geleistet. (Textauszug aus Forscher, Katzen und Kanonen)

Lady Nelson (1799); Passenger vessel; Brig

Modellbauer unbekannt circa 1799

Foto © National Maritime Museum Collections

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Logbucheintrag zum Weihnachtsfest

Weihnachten mit Sturm und Rum

Die Resolution und Adventure in der Matavi Bay

Die Resolution und Adventure in der Matavi Bay

Keine Frage, auch die Forschungsreisenden der christlichen Seefahrt der vergangenen Jahrhunderte hatten ihre „betrieblichen Weihnachtsfeiern“. Denn oft genug waren sie – während ihre Landsleute daheim besinnlich der Geburt ihres Religionsstifters gedachten – am anderen Ende der Welt unterwegs, in unbekannten Gewässern und mit viel Glück sogar in einem sicheren Hafen. Ein wenig anders als in der Heimat gestalteten sich die Festlichkeiten jedoch schon, wie die Log- und Tagebücher der Seeleute und Reisenden des 18. und 19. Jahrhunderts preisgeben. Weiterlesen

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Bordhunde: den Schiffskatzen zeitweise den Rang abgelaufen

Von Rattenfängern, Kriegsveteranen und Maskottchen

Portsmouth_MMB_08_Royal_Naval_Dockyard_-_Mary_Rose_Museum

Hutch, die Überreste des Schiffshundes der Mary Rose
Foto ©Mattbuck Liz: Creative Commons

Neufundländer, Dobermänner, Spitze oder Terrier. Ihnen allen wird nachgesagt, dass ihre Vorfahren einst als Bordhunde dienten. Tatsächlich dürften Hunde ihren felinen Konkurrenten in einigen Regionen zeitweise den Job an Bord erfolgreich streitig gemacht haben. Als jedenfalls der Hund des Schiffszimmermannes an Bord der Mary Rose 1545 vor Portmouth zusammen mit Mann und Maus unterging, da waren – nach Aussage der Experten des Museums – zumindest auf Tudorschiffen Katzen als Rattenfänger eher selten. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

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Timekeeper von Cook bis Flinders

Reisen britischer Marinechronometer

Marine chronometer. ZAA0111

Kendall, Larcum
Greenwich, London, England; 1774
© National Maritime Museum Collections

Im Juni 1765 wurde der Uhrmacher Kendall von der britischen Längengradkommission zu einem der sechs Experten ernannt, die die Vorstellung der vierten Version von John Harrisons Marine-Chronometer bezeugen und begutachten sollten. Im Laufe dieser Beratungen beschloss die Kommission, Harrisons Timekeeper H(arrison)4 von Kendall nachbauen zu lassen. Der Pionier der Marine-Chronometer, John Harrison, stimmte dem Vorschlag zu. Weiterlesen

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Walfangboote für die Charles W. Morgan

Walboote Spezialisten für Jagd und Expeditionen

Walfang_zwischen_1856_und_1907Wir kennen sie aus den Beschreibungen in Herman Melvilles „Moby Dick“, die pfeilschnellen Walboote, mit denen die Männer der Pequod Jagd auf den Weißen Wal machten. Auch die Charles W. Morgan, das Walfangschiff von 1841 das heute im Mystic Seaport, dem historischen Schifffahrtsmuseum am Mystic River, zu bewundern ist, hatte solche speziell für den Walfang konstruierten und perfektionierten Boote an Bord. Weiterlesen

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Die Katze der Pandora

HMS_PandoraZahlreiche Verfilmungen und Bücher greifen das Thema der Meuterei auf der Bounty auf, die Geschichte der Fregatte HMS Pandora ist hingegen nicht sonderlich verbreitet. Die Pandora war von der britischen Admiralität im Jahre 1790 in die Südsee geschickt worden, um die Meuterer der Bounty aufzuspüren, gefangen zu nehmen, und sie nach England zu bringen, um sie dort vor Gericht zu stellen. Weiterlesen

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Schiffskater Trim, eine biographische Hommage

Mit „Tribute to Trim“ hat der Forschungsreisende Matthew Flinders seinem Schiffskater ein literarisches Denkmal gesetzt.

LogoTrimSXSchiffskatzen fanden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts nur ganz selten und dann bestenfalls als Randnotiz Eingang in Logbücher, Reiseberichte oder Journale der Seefahrer. Umso spannender die Geschichte vom Schiffskater Trimm, der als Begleiter des Forschungsreisenden Matthew Flinders mit diesem an Bord verschiedener Schiffe die Welt umrundet hatte. Flinders widmete seinem treuen vierbeinigen Weggefährten „Eine biographische Hommage in Erinnerung an Trim“ (Tribute to Trim), die nicht nur die tiefe Verbundenheit zwischen ihm und seinem Schiffskater wiederspiegelt, sondern auch einen interessanten Eindruck von der Rolle vermittelt, die Schiffskatzen neben dem obligatorischen Ratten- und Mäusefangen an Bord von Schiffen innehatten. Die folgenden Anekdoten liefern einen Eindruck davon. Weiterlesen

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Wie weit schießt ein 32-Pfünder?

Eine Fußnote, wie sie (nicht) im Buche steht

Canon_en_batterie_au_poste_de_rade-Morel_Fatio-img_3163Nobody is perfect, das gilt auch für Bücher, deren Autoren und Lektoren. Und so haben sich auch in mein jüngstes Werk aus dem Berliner Vergangenheitsverlag ein paar „Schnitzer“ eingeschlichen. Im Grunde ist es ja unüblich, dass ausgerechnet ein Autor auf die Fehler in seinem Buch aufmerksam macht. Aber ich habe nicht umsonst diesen Blog als virtuellen FußnotenXXL-Anhang ins Leben gerufen, denn ich verstehe „Forscher, Katzen und Kanonen“ nicht als publizistische Konserve, sondern als Teil eines Gesamtprojektes, dass auch auf die Kommunikation zwischen mir und den Lesern und die thematische Weiterentwicklung und Diskussion ausgerichtet ist. Weiterlesen

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3. März 1769 Naturforschung auf hoher See

Ein Tag mit James Cook im Pazifik

Banks_-_The_Botanic_Macaroni

Joseph Banks in einer zeitgenössischen Karikatur

Rund 2600 Kilometer hatte die Endeavour bis zum 01.03.1769 nach Verlassen des Kap Hoorn am 25. Januar zurückgelegt. Und nun, seit Mittag des 3. März, weitab von jedem Land, beinahe Windstille. Für Joseph Banks, den Naturforscher, eine gute Gelegenheit, ins Beiboot zu steigen und auf See Objekte für seine Sammlung zu ergattern. In seinem Tagebuch liest sich das folgendermaßen: Weiterlesen

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