Beiträge mit dem Schlagwort: Cook

Logbucheintrag zum Weihnachtsfest

Weihnachten mit Sturm und Rum

Die Resolution und Adventure in der Matavi Bay

Die Resolution und Adventure in der Matavi Bay

Keine Frage, auch die Forschungsreisenden der christlichen Seefahrt der vergangenen Jahrhunderte hatten ihre „betrieblichen Weihnachtsfeiern“. Denn oft genug waren sie – während ihre Landsleute daheim besinnlich der Geburt ihres Religionsstifters gedachten – am anderen Ende der Welt unterwegs, in unbekannten Gewässern und mit viel Glück sogar in einem sicheren Hafen. Ein wenig anders als in der Heimat gestalteten sich die Festlichkeiten jedoch schon, wie die Log- und Tagebücher der Seeleute und Reisenden des 18. und 19. Jahrhunderts preisgeben. Weiterlesen

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James Cook und die Entdeckung der Südsee

[. . . ]Die Forschungsreisen des James Cook und seiner wissenschaftlichen Begleiter haben . . . nicht nur die Lebensweisen der Menschen im pazifischen Raum radikal verändert. Der dort folgenden Missionierung, Kolonisierung, Entmündigung und kulturellen Entfremdung als Konsequenz für die indigene Bevölkerung stand die Veränderung des abendländischen Weltbildes im Zeichen aufklärerischer Fortschrittsgläubigkeit, mithin der Aufbruch in die europäische Moderne gegenüber.

Cooks Reisen als Initialzündung der wissenschaftlichen Welteroberung

[ . . . ] Die wissenschaftliche Bedeutung und die das europäische Weltbild grundlegend verändernden Ergebnisse der Reisen drückten sich vor allem in den ersten systematischen und verlässlichen Kartenwerken, den frühesten umfassenden Studien zum geologischen Aufbau der pazifischen Inseln und zu ihrer Flora und Fauna aus. Und nicht zuletzt war es auch die intensive schriftlich und bildlich genauestens dokumentierte Begegnung mit den Menschen, den Kulturen „am anderen Ende der Welt“, die letztendlich auch die Grundlage für Darwins Reisen, Entdeckungen und Erkenntnisse gelegt hatte.

Im Auftrag der Wissenschaft

[ . . . ] James Cook . . . war nicht einfach auf gut Glück in die Weiten des Pazifik gesegelt, er hat für jede seiner Reisen konkrete Aufträge von der Royal Society, der weltweit führenden naturforschenden Gesellschaft jener Zeit, erhalten. So führte die erste Reise 1768 – 1771 zunächst nach Tahiti, um dort eines von weltweit 76 geplanten Observatorien zur Beobachtung des sogenannten Transits der Venus zu errichten. Neuseeland und Teile Australiens wurden kartographiert und die mitreisenden Botaniker Sir Joseph Banks und Daniel Solander konnten neben herausragenden wissenschaftlichen Entdeckungen das erste von Europäern gesichtete Känguru beobachten, das ebenso wie die anderen Entdeckungen vom Maler Sydney Parkinson dokumentiert wurde.

Der Anfang der Welten der „edlen Wilden“

[ . . . ] James Cook und seinem internationales Forscherteam war durchaus bewusst, welche Folgen das Auftauchen der Europäer im pazifischen Raum nach sich ziehen könnte. Und als ein Beleg für die Ernsthaftigkeit, die die Forscher bei der Auseinandersetzung mit den entdeckten Kulturen vor allem im Gegensatz zu den folgenden europäischen Kolonialkräften an den Tag legten, mag jene Formulierung Georg Forsters gelten: „Es ist Unglücks genug, dass alle unsre Entdeckungen so viel unschuldigen Menschen haben das Leben kosten müssen. So hart das für die kleinen ungesitteten Völkerschaften seyn mag, welche von den Europäern aufgesucht worden sind, so ists doch wahrlich nur eine Kleinigkeit im Vergleich mit dem unersetzlichen Schaden, den ihnen diese durch den Umsturz ihrer sittlichen Grundsätze zugefügt haben.“

Die Textauszüge stammen aus dem Aufsatz James Cook und die Entdeckung der Südsee in Kulturgeschichtliche Aspekte zur Schifffahrt des 16. bis 19. Jahrhunderts

Abbildung: der einheimische Führer und Dolmetscher Bungaree aus der Gegend um Sydney fuhr mit Matthew Flinders auf dessen Entdeckungsreisen um Australien. Nach Flinders begleitete Bongaree (oder Bungaree) noch weitere Expeditionen und wurde schließlich zum schwarzen Original von Sydney.

Mehr zu Flinders Reisen in Forscher, Katzen und Kanonen

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Ethnologische Sammlungen

800px-Endeavour,_Thomas_Luny_1768In der 2009/2010 in Bonn gezeigten Ausstellung „James Cook und die Entdeckung der Südsee“ stellten die Artefakte der Göttinger Cook/Foster- Sammlung einen wesentlichen Teil der Präsentation dar. In Göttingen selbst allerdings fristen einige Artefakte der immerhin mehr als 500 Stücke umfassenden Sammlung von Weltrang ein eher bescheidenes öffentliches Dasein als Teil der nur Sonntags für zwei Stunden für das Publikum geöffneten Lehrsammlung des ethnologischen Instituts der Universität Göttingen. Der Rest schlummert im Archiv der Einrichtung. Wie diese Sammlung entstanden ist, lesen sie im Artikel Cook/Forster – die Sammlung in Göttingen im History Magazin

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