Beiträge mit dem Schlagwort: Schiffskatzen

Schiffskater Pixies erstes Weihnachtsfest

Nachdem Schiffskater Pixie 1771 von seiner Reise in die Südsee zurückgekehrt war, hatte er seinen Freunden in Plymouth natürlich viel zu erzählen. Dass er dabei eine Menge Seemannsgarn spann, liegt in der Natur der Sache. Viele seiner Abenteuer waren ohnehin unglaublich und so machte es für die Zuhörer keinen Unterschied, ob er die reine Wahrheit über seine Abenteuer erzählte oder dieselben ein ganz klein wenig ausschmückte.

Was aber Weihnachten betrifft, so darf der Auszug aus Pixies Tagebucheintrag vom 25.12.1768 über die Gegebenheiten an Bord durchaus als wahr genommen werden:

25. Dezember 1768: Susy hatte mich schon vorgewarnt, der heutige Tag würde wohl ein wenig anders verlaufen als sonst. Und tatsächlich ist erst mal groß Reinemachen angesagt. Allerdings nicht nur fürs Schiff sondern auch für die Menschen. Die haben sich geputzt und ihre schmutzigen Felle gegen saubere ausgetauscht. Dann verteilte der Smutje das Essen und danach das dunkle, scharf riechende Zeugs, das die Matrosen in großen Mengen herunterschluckten, ohne es wie sonst mit Wasser zu mischen. . . . Mit den Zweibeinern ist nichts mehr anzufangen, sie torkeln und lallen herum und selbst John und Willy sind irgendwie merkwürdig. Wenn irgendein Manöver ansteht oder Gefahr droht, werden wir das wohl allein regeln müssen. . . . Cook, Banks und die anderen Herrschaften kümmern heute sich ebenfalls nicht um ihre Arbeit. Sie haben sich in den Salon zurückgezogen und lassen sich Leckerbissen auftragen. Nun gut, an Deck ist es sowieso nicht besonders gemütlich . . . .“

Immerhin bestätigt der Naturforscher Joseph Banks mit seinem Tagebucheintrag vom gleichen Tage Pixies Bericht: „Weihnachten: alle guten Christen, sprich alle Matrosen sind fürchterlich besoffen, so dass am Abend wohl kaum ein nüchterner Mann an Bord war. Gott sei Dank war der Wind sehr mäßig, der Herr allein weiß, was ansonsten mit uns passiert wäre.“

Auch Weihnachten 1769 weiß Banks Feucht-Fröhliches zu berichten. Während die Offiziere und Wissenschaftler an Bord der HMS Endeavour die Pastete aus Tags zuvor geschossenen Gänsen genüsslich verspeisten, waren gegen Abend „alle Matrosen betrunken, so wie es bereits bei unseren Vorvätern anlässlich dieses Ereignisses üblich war.“

Am Weihnachtsfest 1768 segelte die Endeavour übrigens an der Südamerikanischen Küste entlang in Richtung Feuerland. Die Abenteuer, die Pixie, seine Katzenkumpels und die Zweibeinigen Freunde dort erlebt haben wird er im zweiten Teil seines Tagebuchs beschreiben. Dessen Erscheinen ist für Oktober 2019 geplant. Bis dahin sollte sich jeder, der ihn noch nicht hat, den ersten Band „Die Schiffskatzengesellschaft“ zulegen. Nicht nur das Buch, sondern auch Jonny Petrys Illustrationen sind als gerahmte Kunstdrucke, Poster oder auch als Grußkartensatz etc. wunderschöne, originelle und zweifellos einzigartige Weihnachtsgeschenke. Wenns noch bis Weihnachten klappen soll, ist allerdings schnelles Handeln angesagt, denn es gibt derzeit aufgrund der großen Nachfrage Produktionsengpässe beim Verlag und die Laufzeiten bei der Post dürften sich erfahrungsgemäß mit näher rückendem Weihnachtsfest verlängern.

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Katzenpost vom Schiffskatzenmaler

Die neue Online-Galerie mit Jonny Petrys Katzenkunstwerken

Dass das Buch Schiffskater Pixie. Mit James Cook um die Welt eim Muss für alle Katzen- und Seefahrtsfans ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nun hat Jonathan Petry, der Schöpfer der wunderbaren Illustrationen eine Artflakes-Galerie (online) eingerichtet. Hier können die Freunde des tapferen Pixie Catpickle die Illustrationen des Buches in Originalgröße als Post- oder Klappkarten, Poster oder gerahmte Kunstdrucke, auf Leinwand oder Dibond bestellen.
Da finden sich die Portraits der Catpickle-Dynastie ebenso wieder wie die Vorfahren der vierbeinigen Crewmitglieder oder die Abenteuer an Land und auf See. Abgesehen vom Buch selbst kann man sich als Schiffskatzen- und Kunstfreund kaum ein schöneres Geschenk vorstellen. Sei es für sich selbst, sei es für Freunde und Verwandte zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach mal so.


Und nicht vergessen, auch Schiffskater Rotbart gehört zu den legendären Schiffsfelinen, von denen eure Stubentiger träumen, wenn sie im Schlaf mal wieder plappern und mit den Pfötchen zucken, als seien sie bei den Abenteuern ihrer Vorfahren selbst dabei.

Rotbartsaga: Schiffbruch vor Sumatra

Rotbartsaga: Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon

Schiffskater Pixie. Mit James Cook um die Welt

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Katzen an Bord

über Trim und seine Kollegen

Diese 2006 errichtete Trim-Skulptur steht in Flinders Geburtsort Donington, Lincolnshire, Großbritannien. Foto: Rodney Burton (CC 2.0)

Diese 2006 errichtete Trim-Skulptur steht in Flinders Geburtsort Donington, Lincolnshire, Großbritannien. Foto: Rodney Burton (CC 2.0)

im Buch Forscher, Katzen und Kanonen spielt der Schiffskater Trim des Kapitän Flinders aus gutem Grunde eine wichtige Rolle. Trim war dem Umrunder Australiens seit seiner Zeit als Offiziersanwärter ein ständiger und vertrauter Begleiter. Und was ganz ungewöhnlich für einen Kapitän der Royal Navy ist, er hat seinem Gefährten eine liebevolle und humorige Biografie gewidmet.

So viel Ehre wurde sicherlich nur wenigen Schiffskatzen zuteil, andererseits finden sich unter den samtpfotigen Seeleuten sogar offizielle Ordensträger. Vor allem im ersten und zweiten Weltkrieg machten die vierpfotigen able seamen der Navy von sich reden.

Aber schon seit dem 3. Jahrtausend vor unsrere Zeit ist der Einsatz von Schiffskatzen überliefert. Und an Bord der Kauffahrer und Kriegsschiffe verbreiteten sich die domestizierten Samtpfoten am Ende über die ganze Welt. Auch in der Antike war die Schiffskatze ein fester Mannschaftsbestandteil und sie blieb es über die Jahrtausende bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Die schmale Planke, die das Schiff im Hafen mit dem Land verbindet, heisst noch heute Katzensteg.

Lesen sie hier den Artikel über die Geschichte der seefahrenden Katzen im History Magazin.

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Bordhunde: den Schiffskatzen zeitweise den Rang abgelaufen

Von Rattenfängern, Kriegsveteranen und Maskottchen

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Hutch, die Überreste des Schiffshundes der Mary Rose
Foto ©Mattbuck Liz: Creative Commons

Neufundländer, Dobermänner, Spitze oder Terrier. Ihnen allen wird nachgesagt, dass ihre Vorfahren einst als Bordhunde dienten. Tatsächlich dürften Hunde ihren felinen Konkurrenten in einigen Regionen zeitweise den Job an Bord erfolgreich streitig gemacht haben. Als jedenfalls der Hund des Schiffszimmermannes an Bord der Mary Rose 1545 vor Portmouth zusammen mit Mann und Maus unterging, da waren – nach Aussage der Experten des Museums – zumindest auf Tudorschiffen Katzen als Rattenfänger eher selten. Lesen Sie weiter auf GeschiMag

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Die Katze der Pandora

HMS_PandoraZahlreiche Verfilmungen und Bücher greifen das Thema der Meuterei auf der Bounty auf, die Geschichte der Fregatte HMS Pandora ist hingegen nicht sonderlich verbreitet. Die Pandora war von der britischen Admiralität im Jahre 1790 in die Südsee geschickt worden, um die Meuterer der Bounty aufzuspüren, gefangen zu nehmen, und sie nach England zu bringen, um sie dort vor Gericht zu stellen. Weiterlesen

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Schiffskater Trim, eine biographische Hommage

Mit „Tribute to Trim“ hat der Forschungsreisende Matthew Flinders seinem Schiffskater ein literarisches Denkmal gesetzt.

LogoTrimSXSchiffskatzen fanden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts nur ganz selten und dann bestenfalls als Randnotiz Eingang in Logbücher, Reiseberichte oder Journale der Seefahrer. Umso spannender die Geschichte vom Schiffskater Trimm, der als Begleiter des Forschungsreisenden Matthew Flinders mit diesem an Bord verschiedener Schiffe die Welt umrundet hatte. Flinders widmete seinem treuen vierbeinigen Weggefährten „Eine biographische Hommage in Erinnerung an Trim“ (Tribute to Trim), die nicht nur die tiefe Verbundenheit zwischen ihm und seinem Schiffskater wiederspiegelt, sondern auch einen interessanten Eindruck von der Rolle vermittelt, die Schiffskatzen neben dem obligatorischen Ratten- und Mäusefangen an Bord von Schiffen innehatten. Die folgenden Anekdoten liefern einen Eindruck davon. Weiterlesen

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Gegen den Wind

Widrige Winde verzögern das Auslaufen der Buchflotte „Forscher, Katzen und Kanonen“. Eigentlich sollte sie bereits Ende Oktober die Berliner Werft verlassen. Nun werden die Entdecker – nach Aussage des Expeditionsleiters – wohl erst am 21. November Anker lichten und in die brodelnde See des Weihnachtsgeschäftes starten können. Sicherlich ein Grund mehr, das Buch nun schnell vorzubestellen, damit es im Zweifelsfall rechtzeitig auf dem Gabentisch landen kann, schließlich sind Forschungsschiffe keine Teeklipper oder Rennyachten.

Dass es sich lohnt, soll der dritte Vorabblick in das Buch vermitteln.

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Forschungsreisende haben Flagge gehisst

Die vollständige Story von Schiffskater Trim ist mit an Bord

Mit der Korrektur und Rücksendung der ersten Korrekturfahne zu Forscher, Katzen und Kanonen ist ein wichtiger Schritt zum pünktlichen Erscheinen meines Buches etwa Ende Oktober 2012 getan. Immerhin zeigt die Fahne den im Prinzip fertigen Satz und das Layout, Seite für Seite so, wie es schließlich als gedrucktes Buch erscheinen soll.

Korrekturen beziehen sich nun vor allem auf mögliche Satzfehler, die Position der Bilder, falsche Seitenumbrüche, gegebenenfalls Trennfehler und eben all das, was beim Setzen von Text und Bildern schief gehen kann. Selbstverständlich wird dabei auch noch einmal der Text auf im lektorierten Manuskript übersehene Schreib- und Grammatikfehler überprüft.

Ein Geheimnis wird gelüftet

Und nun, da auf jeden Fall der endgültige Inhalt des Buches feststeht, darf ich auch ein kleines Geheimnis verraten: Im Anhang des Buches ist die vollständige Originalstory von Matthew Flinders Schiffskater Trim, so wie sie der Kapitän der Investigator Anfang des 19. Jahrhunderts niedergeschrieben hat, in voller Länge und – soweit ich weiß erstmals – in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Zum Hintergrund der Geschichte hier ein Auszug aus dem Kapitel „Katzen an Bord“:

„Flinders, der 1801 erstmals den australischen Kontinent umrundete und dessen Küstenlinie größtenteils kartografierte, hat seinem treuen Reisebegleiter mit „A Biographical Tribute of Trim“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Diese Geschichte einer mutigen Schiffskatze ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.

Für einen Seemann jener Zeit – zumal Marineoffizier – ist es sehr ungewöhnlich, persönliche Gefühle preiszugeben und insofern wird der große Entdecker durch die Story von Trim für den Leser auch zu einem ganz normalen, fassbaren Menschen. Die Geschichte gibt aber auch Einblicke in das Leben und Arbeiten an Bord eines Forschungsschiffes jener Zeit. Und nicht zuletzt wird deutlich, warum Katzen an Bord nicht nur als Mäuse und Rattenjäger wichtig waren.

Natürlich hat die Story über das innige Verhältnis eines Kommandanten zu seinem Kater nichts in den offiziellen Berichten verloren. Flinders hat die Trim-Memoiren als Briefe an seine Frau nach seiner letzten Reise in französischer Gefangenschaft geschrieben. Bis 1977 waren die Briefe in den Archiven des britischen National Maritime Museum in Greenwich vergraben, dann wurde die Story erstmals in der Literaturzeitschrift Overland veröffentlicht. Besonders in Australien hat der schwarze Kater mit dem weißen Fleck auf der Brust und den weißen Pfoten großen Eindruck hinterlassen.

1996 wurde vor der State Library of New South Wales in Sydney eine Statue des coolen Katers errichtet und auf einer Gedenkplakette stehen die ersten Zeilen des Textes, den sich Flinders für ein Denkmal seines treuen Gefährten gewünscht hatte.

Flinders’ Trim-Biografie ist hinsichtlich des Themas Schiffskatzen, aber auch in Bezug auf die Forschungsreisen des 18. und 19. Jahrhunderts einzigartig. Sie stellt das Bindeglied zwischen wissenschaftlich-kulturgeschichtlicher und menschlicher Ebene dar. Deshalb wird der mutige Schiffskater in diesem Buch immer mal wieder auftauchen und uns in die Geheimnisse des Lebens an Bord eines Schiffs der großen Forschungsreisen einführen.“

Gedenktafel für den legendären Schiffskater Trim, vor der State Library von New South Wales. Foto: J. Brew

Das Buch Forscher, Katzen und Kanonen können Sie bereits jetzt auf Amazon vorbestellen.  Und wenn Sie sich eine Ausgabe der ersten Auflage sichern möchten, dann sollten Sie das auch tun.

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Die maritimen Schwarzbären sind in See gestochen

Das E-Book über Schiffskatzen der letzten Jahrhunderte nun auf amazon

Schiffskatzen sind seit der Antike fester Bestandteil der Mannschaften. Über das persönliche Verhältnis der Seeleute zu ihren Schiffskatzen weiß man allerdings bis zur Neuzeit nur wenig. Erst seit den Entdeckungsfahrten der Naturforscher des 18./19. Jahrhunderts werden einzelne Schiffskatzen auch namentlich genannt. Bewusst habe ich in diesem Büchlein die verhältnismäßig weit verbreiteten Geschichten der eindrucksvollen Katzenhelden wie Trim, Oskar oder Simon weggelassen. Die finden Sie in anderen meiner Publikationen, wie dem Ende 2012 erscheinenden Forscher, Katzen und Kanonen.

Dafür treffen Sie in der Schwarzbärflotte unter anderem den Fischkater Puddles und Vielzehenkatzen oder Sie erleben mit, wie die ersten Samtpfoten ihre Tatzen auf den Boden Neuseelands setzten.

Dieses Buch widmet sich vor allem den wahren Geschichten der meist namenlosen Schiffskatzen vergangener Jahrhunderte. Da geht es um das Schicksal schiffbrüchiger Katzen, um Katzen auf Forschungsreise und nicht zuletzt um die besonderen Gefahren, die den Katzen der Schwarzbärflotte (was es damit auf sich hat, erfahren Sie natürlich auch) drohten.

Am Ende schließlich gibt es als Leseprobe noch einen Auszug aus dem ersten Teil der Rotbartsaga, einem historischen Katzenroman aus meiner Feder, die das Leben des fiktiven legendären Schiffskaters Rotbart im Dienste der holländischen Handelskompanien des 17. Jahrhunderts beschreibt.

Der Link zum E-Book

Der Link zum Printbook mit zahlreichen Illustrationen

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